Jun 19 2013

Russische Stahlproduktion sinkt um 3,4 Prozent


MOSKAU–Die russische Stahlproduktion hat im Zeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres 29 Millionen Tonnen betragen und ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent gesunken. Wie das föderale Statistikamt weiter mitteilte, sank die Produktion von Walzstahl um 1,6 Prozent auf 23,3 Millionen Tonnen. Die Eisenproduktion ging um 1,8 Prozent auf 20,8 Millionen Tonnen zurück. Die Fertigung von Stahlrohren erhöhte sich dagegen um 4,5 Prozent auf 4 Millionen Tonnen.
DJG/cdg/19.6.2013



Jun 18 2013

Europas Autoverkäufe gehen wieder auf Talfahrt


Es war also nur ein Strohfeuer: Nach einem leichten Zuwachs im April haben die Autoverkäufe in Europa im Mai ihre rasante Talfahrt wieder fortgesetzt. Nur gut 1,04 Millionen Neuwagen wurden in der Europäischen Union laut Daten des Branchenverbandes ACEA in dem Monat abgesetzt – ein Minus von fast 6 Prozent und der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Dass sich die bisherigen Absatzverluste im Gesamtjahr noch aufholen lassen, ist wohl nicht mehr möglich.

Fast alle großen Märkte gaben im Mai deutlich nach. Besonders deutlich fielen die Zulassungsrückgänge in Deutschland und Frankreich mit jeweils etwa 10 Prozent sowie in Italien mit 8 Prozent aus. Als Fels in der Brandung erwies sich einmal mehr Großbritannien, wo 11 Prozent mehr Autos verkauft wurden als im vergangenen Jahr.

Vor allem hiesige Massenhersteller leiden unter der Kaufzurückhaltung der Kunden, die angesichts der Schuldenkrise nach wie vor einen weiten Bogen um die Verkaufsläden machen. Der Absatz von Peugeot-Citroen schrumpfte um gut 13 Prozent, der von Renault um gut ein Zehntel. Opel und Vauxhall mussten ein Minus von gut 8 Prozent hinnehmen, wobei die Bilanz noch deutlich besser ausfiel als bei der General-Motors-Schwestermarke Chevrolet, deren Verkäufe um fast ein Viertel einbrachen.

Relativ stabil entwickelten sich aber die Verkaufszahlen der japanischen Autobauer und der deutschen Premiumhersteller: Audis Verkäufe gaben beispielsweise nur um rund 4 Prozent nach, während die Daimler-Tochter Mercedes-Benz mit neuen Produkten wie der A- und B-Klasse punkten konnte und gegen den Trend um knapp 3 Prozent wuchs.

Nachdem der April ein kleines Verkaufsplus in Europa gebracht hatte, hofften einige Beobachter auf die Wende. Schließlich waren auf Monatssicht zum ersten Mal seit September 2011 wieder mehr Autos losgeschlagen worden. Der Grund für den Anstieg war allerdings nur statistischer Natur, da es mehr Verkaufstage gab als im Vorjahr. Wie schlecht die Lage tatsächlich ist, zeigt der Blick auf den bisherigen Jahresverlauf: In den ersten fünf Monaten steht ein Minus von 6,8 Prozent zu Buche.

“Während das Konsumentenvertrauen sich wieder verbessert, verschieben Käufer ihre Neuanschaffungen wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit nach wie vor”, sagte Allan Rushforth, Europa-Chef des südkoreanischen Autobauers Hyundai. “Wir erwarten ein langsames Wachstum des europäischen Marktes ab dem vierten Quartal”.

Wie langsam die Erholung wohl tatsächlich kommen könnte, zeigen jüngste Prognosen der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers, die für 2013 einen Rückgang der Neuzulassungen um insgesamt 4 Prozent auf 12 Millionen prognostiziert. Schrumpfende Volkswirtschaften, steigende Arbeitslosenzahlen, fallende verfügbare Einkommen und harte Sparmaßnahmen hinterlassen ihr Spuren.

Die weltweit drittgrößte Vertriebsregion dürfte in diesem Jahr also zum sechsten Mal in Folge schrumpfen und damit das niedrigste Niveau seit Anfang der 1990er Jahre markieren. Entsprechend schwer haben es Autobauer, die vorrangig auf dem alten Kontinent eingepfercht sind. Einige von ihnen wie Fiat, die Franzosen und Opel mussten deshalb massiv den Rotstift ansetzen, bauten Stellen ab und wollen gar Standorte dicht machen.

Laut einer aktuellen Studie der Beratungsfirma AlixPartners arbeiten mehr als die Hälfte der 100 größten Werke in Europa unterhalb einer Kapazitätsauslastung von 75 Prozent. Diese Marke gilt laut Experten als absolut unterste Schwelle für die Profitabilität.

Regional breiter aufgestellte Autobauer können die Probleme in Europa anderswo wieder gutmachen. Wie der deutsche Verband der Automobilindustrie am Dienstag mitteilte, hält der Aufwärtstrend in den USA, Brasilien und vor allem in China weiter an. Alleine im Reich der Mitte legten die Neuwagenverkäufe im Mai um gut 14 Prozent zu. Aber nicht in allen Schwellenländern stehen die Ampeln auf Grün: In Russland schrumpften die Verkäufe um gut 12 Prozent und in Indien um fast 9 Prozent.



Jun 17 2013

Outokumpu verändert das Führungsteam


HELSINKI–Outokumpu hat laut eigenen Angaben Veränderungen in seinem Führungsteam vorgenommen, um die Optimierung der Produktion und die Kapazitätsreduzierungen weiter zu beschleunigen. Jarmo Tonteri wird demnach die beiden Business Areas “Stainless Coil EMEA” und “High Performance Stainless and Alloys” leiten, um zusätzliche Synergieeffekte zwischen diesen Business Areas zu erschließen. Ulrich Albrecht-Früh, derzeitiger Leiter der Business Area “Stainless Coil EMEA”, verlässt Outokumpu einvernehmlich, um andere Karrieremöglichkeiten zu verfolgen. In Verbindung mit diesen Umstrukturierungen wird Outokumpu eine strategische Überprüfung seiner Standorte für Kaltwalzen und Präzisionsband in Nyby und Kloster, Schweden, sowie in Dahlerbrück, Deutschland, vornehmen. Ziel dabei sei es, durch eine höhere Effizienz Produktionskapazitäten abzubauen und zusätzliche Kosteneinsparungen zu erreichen, so das Unternehmen. Entscheidungen, die aufgrund der strategischen Überprüfung zu treffen sind, werden für Ende 2013 erwartet. Outokumpu beruft zudem Pekka Erkkilä als Executive Vice President, Chief Technology Officer und als Mitglied des Outokumpu Leadership Teams. Er wird seine Tätigkeit bei Outokumpu am 1. September 2013 aufnehmen und dann an CEO Mika Seitovirta berichten. Pekka Erkkilä wird für die weltweite Produktions- und Technologiestrategie von Outokumpu und für die Optimierung der Investitionen verantwortlich sein. Er wird außerdem für die weltweite Forschungs- und Entwicklungsstrategie des Unternehmens sowie für die Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit zuständig sein. Er wird seinen Sitz im Outokumpu-Hauptquartier in Espoo, Finnland, haben.
DJG/cdg/14.6.2013



Jun 17 2013

Ecuadors Parlament stimmt Bergbaugesetzen zu


QUITO–Die Nationalversammlung Ecuadors hat am Donnerstag einer Reform der Bergbaugesetzgebung des Landes zugestimmt. Staatspräsident Rafael Correa, der das Gesetz an den Kongress weiterleitete, betonte, die Änderungen enthielten einige Punkte, die von den Bergbauunternehmen gefordert worden seien. Trotz dieser Verbesserungen ist die Bergbaugesetzgebung des Landes nach Ansicht vieler Beobachter für Investoren noch immer wenig verlockend. So wird etwa eine Steuer von 70 Prozent auf alle Umsätze erhoben. Die derzeitige Minenproduktion Ecuadors ist minimal. Indigene Gruppen und Umweltverbände haben mit dem Gang vor Gericht gedroht, um großflächigen Bergbau in dem Andenstaat zu verhindern. Insbesondere in der südlichen Provinz Azuay befinden sich mehrere Minenprojekte.
DJG/cdg/14.6.2013



Jun 14 2013

Bergarbeiter von Freeport Indonesia sagen Streik ab


JAKARTA–Tausende von Bergarbeitern in den Minen von Freeport Indonesia haben am Freitag einen Streik abgesagt, nachdem die Gesellschaft fünf Manager suspendiert hat. Diese werden von den Gewerkschaften als verantwortlich für einen Unfall in einer Trainingsanlage von Freeport erwachtet, bei dem 28 Menschen zu Tode kamen. Die Arbeitnehmervertretungen hatten mit Streik gedroht, sollte Freeport keine Maßnahmen gegen die Fünf ergreifen. In einer Pressemitteilung von Freeport hieß es, man habe mit den Gewerkschaften eine Übereinkunft erzielt, dass die Wartungsarbeiten in den Minen fortgeführt werden. Die Produktion in den Minen bleibt jedoch unterbrochen, bis die Untersuchungen des Unfalls abgeschlossen sind. Die dadurch verloren gegangene Produktion wird von Freeport mit rund 80 Millionen Pound Kupfer und 80.000 Unzen Gold angegeben. Indonesia hat unterdessen Force Majeure erklärt.
DJG/cdg/14.6.2013



Jun 13 2013

Force Majeure für Tonerderaffinerie Alunorte


SAO PAOLO–Norsk Hydro ASA hat für die brasilianische Tonerde-Raffinerie Alunorte den Force Majeure erklärt. Es sei derzeit nicht möglich, ob und in welchem Umfang die Lieferungen an die Kunden beeinträchtigt sind, so das Unternehmen. Nach einer zweimaligen Unterbrechung der Stromversorgung im Mai und Juni sei es zu einem Produktionsstopp bei Alunorte gekommen. Bislang sei die volle Kapazität nicht wieder gewonnen worden. Auch für den Rest des Jahres werde die Leistung der Anlage unbefriedigend bleiben. Alunorte hat eine installierte Kapazität von 6,3 Millionen Tonnen jährlich und ist damit die größte Tonerde-Raffinerie der Welt.
DJG/cdg/13.6.2013



Jun 13 2013

Billige Rohstoffe lassen deutsche Großhandelspreise fall


Die deutschen Großhandelspreise sind im Mai wegen billiger Rohstoffe erneut gesunken. Sie gingen gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im April hatten sie zum Vorjahr 0,4 Prozent nachgegeben. Günstiger wurden vor allem Brennstoffe, die im Mai 6,2 Prozent billiger waren als im Jahr zuvor. Erze und Metalle gaben 5,1 Prozent nach, Kakao und Tee 9,2 Prozent. Teurer wurden hingegen Obst und Gemüse. Auf Monatssicht sanken die Großhandelspreise von April auf Mai um 0,4 Prozent.



Jun 12 2013

Kobe Steel schließt mit Norsk Hydro Technologiepartnersc


TOKIO–Kobe Steel ltd hat eine technische Partnerschaft mit der deutschen Geschäftseinheit, Hydro Aluminum Rolled Products GmbH, des norwegischen Aluminiumproduzenten Norsk Hydro asa im Bereich Autobleche geschlossen. Dies berichtete die japanische Zeitung Nikkei am Mittwoch. Die europäischen Autobauer sind bei der Verwendung von Aluminiumblechen weiter als die Japaner und Norsk Hydro besitzt einen großen lokalen Marktanteil. Von der Kooperation verspricht sich Kobe Steel nun einen Wissenstransfer. Die Nachfrage nach Aluminiumblechen steigt, da Autohersteller verstärkt auf Gewichtsreduzierung setzen. Zudem erwägt Kobe Produktionsstätten von Norsk Hydro zur Materiallieferung an japanische Autohersteller mit Werken in Europa zu nutzen sowie ein Werk in China zu bauen, um Aufträge europäischer Unternehmen an Land zu ziehen, die dort ihre Automobilproduktion ausweiten. Kobe Steel kontrolliert zwar mehr als die Hälfte des japanischen Marktes, besitzt jedoch keine starken Lieferstrukturen im Ausland.
DJG/DJN/sas/12.6.2013



Jun 12 2013

Antofagasta wird voraussichtlich Produktionsziele für 20


LONDON–Der Kupferproduzent Antofagasta plc wird voraussichtlich das für 2013 anvisierte jährliche Produktionsziel von rund 700.000 Tonnen Kupfer erreichen. Zudem werde bei der Mine Esperanza mit einem Tagesdurchsatz von rund 90.000 Tonnen im ersten Quartal 2013 gute Fortschritte auf dem Weg zur Vollauslastung erzielt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das Minenprojekt Antucoya soll planmäßig 2015 die Produktion aufnehmen. In den ersten zehn Betriebsjahren wird mit einer durchschnittlichen Kupferkathodenproduktion von 85.000 Tonnen jährlich gerechnet.
DJG/DJN/sas/12.6.2013



Jun 11 2013

Sorgenkind Stahlindustrie: Tajani hat Energiekosten im Blick


BRÜSSEL — Bis zu 40 Prozent der Betriebskosten der europäischen Stahlindustrie entfallen auf die Energiepreise. Die Europäische Kommission will deshalb als Teil ihres Aktionsplans Stahl eine Analyse der Treiber und Komponenten der Energiekosten vornehmen. Dabei soll auch ein Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit “der energieintensiven Industrie” in der EU gegenüber anderen Standorten fallen, heißt es in dem Aktionsplan, den die EU-Kommission unter Federführung von Industriekommissar Antonio Tajani am Dienstag vorstellen will und der Dow Jones bereits vorliegt. Zudem will die Kommission die Auswirkungen des Europäischen Emissionshandelssystems auf die Strompreise untersuchen. Der Bedarf für Initiativen zur Verhinderung der Abwanderung von Industrieunternehmen soll geprüft werden. Die Ziele für die EU-Klimapolitik bis 2030 will die Kommission so formulieren, dass die potentiellen Kosten für die Industrie und deren Wettbewerbsfähigkeit in Betracht gezogen werden. Energieeffiziente Investitionen, zum Beispiel Gas-Rückholanlagen in der Stahlgewinnung, sollen gefördert werden. Die Umsetzung von Best Practice-Verfahren bei der Energieeffizienz will die Kommission vorantreiben.

Um die Innovationsfähigkeit der Stahlindustrie zu stärken, erwägt die Kommission die Unterstützung von Demonstrations- und Pilotprojekten, sowie Forschung und Entwicklung für neue Technologien, die eine saubere, ressourcen- und energieeffiziente Produktion zum Ziel haben. Alle Optionen, um Innovationen im Stahlsektor an der Wertschöpfungskette entlang von den Rohstoffen bis zum Recycling zu beschleunigen, würden geprüft, heißt es in dem Dokument.

Neben Initiativen zur Verminderung der Kostenbasis will die Kommission auch jene Branchen fördern, die europäische Stahlprodukte abnehmen. Dabei geht es die Stimulierung der Nachfrage nach Fahrzeugen mit alternativen Antrieben und die Renovierung des Immobilienbestands in der EU.

Die Kommission will zudem die Beschäftigung junger Menschen im Stahlsektor durch die Unterstützung und Entwicklung von Ausbildungswegen und jugendorientierten Rekrutierungsprozessen fördern und ruft zur Schaffung eines European Skill Councils für die Stahlindustrie auf. Dieser Rat soll die Organisationen in den Mitgliedsstaaten zusammenführen, die sich mit der Ausbildung und Beschäftigung im Stahlsektor beschäftigen und kann sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgebervertretungen umfassen. Der Einsatz relevanter EU-Mittel nach der Schließung oder Verkleinerung von Stahlstandorten in der EU soll stärker fokussiert werden.

Aus Kreisen von Eurofer hieß es zu dem nun vorgelegten Aktionsplan, es sei begrüßenswert, dass insbesondere die Energiekosten und ihre Auswirkungen auf die Branche nun stärker in den Blick gerieten. Der Aktionsplan biete jedoch keine Rechtssicherheit für die Branche mit Blick auf die künftige Klimaschutzpolitik. Selbst die Kommission wisse, dass die Stahlindustrie die geplanten Emissionseinsparungen wirtschaftlich und technisch nicht stemmen könne. Industriekommissar Tajani habe sich aber offenbar nicht durchsetzen können.
DJG/cdg/ang/10.6.2013



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